Ein Artikel über NLP

NLP – schnelle Veränderungstechniken

“Wenn wir aber in jedem Augenblick unseres Lebens in das Unbekannte treten können, dann sind wir frei. Und das Unbekannte, das ist das Feld unendlicher Möglichkeiten, das Feld reinen Potentials, das, was wir wirklich sind.”

Albert Einstein 

NLP – Wohl kaum eine andere Methode in der Arbeit mit Menschen ist so kontrovers diskutiert worden. Angetreten mit der Überzeugung, die menschliche Verarbeitung von Informationen verstanden zu haben und deshalb in der Lage zu sein, schnell und effektiv Veränderung menschlicher Verhaltensweisen hervorrufen zu können, hat NLP auf der einen Seite Staunen und auf der anderen Seite Misstrauen erzeugt.

Da NLP davon ausgeht, dass menschliches Verhalten zum größten Teil auf einmal gemachten Erfahrungen und daraus gewonnenen Überzeugungen basiert und der Mensch innerhalb eines Reiz-Reaktions-Schemas funktioniert, erfolgte schnell der Rückschluss, dass man durch das Wissen, wie menschliche Informationsverarbeitung funktioniert, leicht menschliches Verhalten manipulieren kann. In den Kreisen, in denen der Mensch als sich jederzeit frei entscheidendes Wesen angesehen wurde, sorgten diese Aussagen natürlich für Unbehagen. Es wurde schnell der Vorwurf laut, NLP sei das Manipulationsinstrument schlechthin. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass ja in diesem Vorwurf die Möglichkeit der Manipulation und somit die mögliche Unfreiheit des Menschen in seinen Entscheidungen bereits anklingt. Diese Diskussion wurde noch zusätzlich durch die provozierende Aussage des Mitbegründers des NLP Richard Bandler angeheizt: „Das Problem ist nicht, dass der Mensch manipulierbar ist, sondern das er meint er wäre es nicht.“ Jedenfalls hat NLP im Bereich der Anwendung in Bezug auf schnelle Veränderung störender und einschränkender Verhaltensweisen erstaunliche Erfolge zu verzeichnen.

Was ist NLP?

Das neurolinguistische Programmieren (NLP) wurde von dem damaligen Mathematikstudenten Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder Anfang der 70er Jahre in den USA entwickelt. Als neues Verfahren der Kurzzeit-Psychotherapie konzipiert, war das Zentrum des NLP das Studium der Struktur subjektiver Erfahrung. Die Erkenntnis, dass Menschen individuell unterschiedlich und vorrangig über bestimmte Sinneskanäle  die Umwelt wahrnehmen, führte Bandler und Grinder zunächst zur Entwicklung des PRS-Konzepts (Preferred Representational System). Die  Grundannahme  des PRS-Konzepts ist, dass der sprachliche (verbale) oder gedachte sprachliche Ausdruck (der sogenannte „innere Dialog“) die bildlichen Gedanken und das Körpergefühl eines Menschen und somit das subjektive Wahrheitsempfinden einer Person bestimmen. Dieses Empfinden stellt nach Auffassung des NLP einen Ausdruck der inneren Modelle dar, mit deren Hilfe ein Mensch gedankliche Abbilder (sogenannte innere Landkarten) seiner Umwelt entwirft, um sich sozial daran zu orientieren. Dieser Vorgang führt zur Bildung und zur Aufrechterhaltung von Glaubenssätzen, zur Bildung von Anschauungen und Einstellungen den Dingen und Lebensthemen gegenüber und formt unsere Bezugnahme auf die von uns wahrgenommene Realität.

In der Untersuchung der Informationsverarbeitung des Menschen wird deutlich, dass alle Informationen und Ereignisse, die dem Menschen geschehen, über die fünf Sinne aufgenommen werden:

Der Visuelle – der Auditive – der Kinästhetische – der Olfaktorische – und der Gustatorische Sinn (abgekürzt V A K O G)

Das Visuelle schließt alles ein, was wir sehen.

Das Auditive umfasst Geräusche und Worte, die wir hören und auch die Art und Weise, wie Menschen etwas sagen (verbales Verhalten: Stimmlage, Sprechgeschwindigkeit und Sprachvolumen).

Das Kinästhetische benennt die Wahrnehmung von Körperempfindungen, wie Berührungen durch eine Person oder einen Gegenstand, sowie innere Empfindungen und Gefühle und die Eigenwahrnehmung (Propriozeption - von lat. proprius „eigen“ und recipere „aufnehmen“).

Das Olfaktorische benennt unseren Geruchssinn und das Gustatorische benennt unseren Geschmackssinn.

Diese in der Integrativen Prozessbegleitung Modalitätsebenen genannten Ebenen der Wahrnehmung werden im NLP Repräsentationssysteme genannt. Unsere Sinne sind somit die grundlegenden Aufnahme- und Verarbeitungs-Mechanismen für Informationen. Natürlich gehen wir davon aus, dass dem Menschen weitere Sinne zur Verfügung stehen über die Informationen aufgenommen und auch ausgetauscht werden können, wie z.B. die Fernwahrnehmung, die Telepathie, wobei tele so viel wie „fern“ bedeutet und pathe „Gefühl“. Telepathie ist also die Fähigkeit, etwas über die Ferne zu fühlen. Diese weiteren „Sinne“ spielen aber in diesem Kontext keine tragende Rolle. Wichtig für uns an dieser Stelle ist, zu erkennen, wie ein Mensch generell Informationen über die allgemein anerkannten Sinne aufnimmt, sie intern verarbeitet und daraus Programme und Mechanismen generiert, die sein weiteres Erleben und sein (reaktives) Verhalten beeinflussen.

 

Das Meta-Modell

Im Jahre 1976 entwickelten Richard Bandler und John Grinder aus der Analyse der Sprachforscher Alfred Korzybski und Noam Chomsky und besonders durch die Beobachtung effektiver Therapeuten, wie der Familientherapeutin Virginia Satir und des Gestalttherapeuten Fritz Perls, dann das Meta-Modell der Sprache. Es basiert darauf, dass alle unsere (Sinnes) Wahrnehmungen drei wesentliche Filter durchlaufen. Dies sind die sogenannten Wahrnehmungsfilter: Verallgemeinerung, Verzerrung und Tilgung.

Tilgen bedeutet, bestimmte sensorische Informationen auszublenden, sie zu übersehen oder sie zu vermeiden. Wir sind also für bestimmte Aspekte unseres Erleben aufmerksam und offen und für andere nicht. Wichtig ist auch zu erkennen, dass wir ohne diese Fähigkeit zu tilgen ständig mit mehr Informationen konfrontiert wären, als unser Bewusstsein verarbeiten könnte.

Verzerren bedeutet, dass wir durch (Fehl-) Interpretationen Veränderungen in unserem Erleben der sensorischen Information hervorrufen. Verzerren ist ein sehr grundlegendes Programm, welches auf in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen basiert und als Schutzfunktion für das Individuum arbeitet, um nicht eine einmal gemachte Erfahrung schmerzhafter Natur zu wiederholen.

Und im Prozess der Verallgemeinerung ziehen wir allgemeine Schlüsse aus unseren Erfahrungen. Im günstigen Fall ist die Verallgemeinerung eine Methode, um aus Erfahrungen Schlüsse zu ziehen, die im Folgenden schnellere Bezugnahme auf das Ereignis ermöglichen. Im ungünstigsten Fall benutzen wir Verallgemeinerung, um aus einem einzigen Ereignis eine lebenslange Reaktion zu generieren.

In der Beobachtung wie ein Mensch sich ausdrückt, können die Ebenen seines Repräsentationssystems sichtbar werden. Einige Menschen betonen das Denken (Ich habe mir gedacht…, ich habe mir gesagt…) und betonen somit den auditiven Kanal. Andere erzählen über innere Bilder, oder „sprechen in Bildern“ und betonen den visuellen Kanal. Wieder andere benutzen den kinästhetischen Kanal, indem sie über ihr Fühlen, oder ihr Gefühl berichten.

 

Die Frage lautet: Wenn zwei Menschen denselben Reiz erhalten (eine Situation erleben) – warum erhalten wir nicht dieselbe Reaktion?

Die Antwort: Weil wir Informationen individuell unterschiedlich vorrangig über bestimmte Sinne aufnehmen und auf unterschiedliche Weise tilgen, verzerren und verallgemeinern.

 

In der Art und Weise wie ein Mensch seine Eindrücke verarbeitet, liegen die Beschlüsse, die der Mensch über das Leben trifft. Individuelle Wahrnehmung und Verarbeitung verdichten sich zu Anschauungen. Auf der Ebene der Anschauungen zeigt sich der Mechanismus, der das reaktive Erleben eines Menschen bzw. sein Verhalten bestimmt (Programme). Sind Anschauungen einmal gebildet, dient der Gebrauch der Wahrnehmungsfilter zur Bestätigung dieser internen Programme.

Filter bestimmen also nicht nur was aufgenommen wird und was nicht, sondern sorgen auch für die Aufrechterhaltung der Identität (Persönlichkeit – persona – von griechisch: Maske[1]).

In der untersuchenden Begleitung von Menschen gibt es gewisse sprachliche Konstruktionen, die ein genaueres Hinterfragen im Sinne des Meta-Modells erfordern, um Informationen über die subjektive Wirklichkeit des begleiteten Menschen zu erhalten. Hier ist es nun wichtig, zu erkennen, dass die wiederhergestellten Informationen in erster Linie ihren Wert für die begleitete Person haben. Das Meta-Modell ist kein analytisches Werkzeug im herkömmlichen Sinne, in dem die gefundenen Informationen dazu dienen, eine Einordnung in ein Schema vorzunehmen und daraus eine Diagnose zu erstellen, sondern die gefundenen Informationen dienen der Wiederherstellung eines vollständigen Erlebens, damit der Mensch in Kontakt zu seiner Wahrnehmung die Chance auf eine adäquate Verarbeitung dieser Ereignisse erhält. In der Sichtweise der Integrativen Prozessbegleitung wird dann die in dem Prozess stagnierte Energie frei, kann wieder fließen und führt zu einer natürlichen, innengeleiteten Entwicklung.

In der Aussage: “Ich freue mich” fehlt die Information worüber der Mensch sich freut. Ein Beispiel einer Meta-Modellfrage wäre hier: “Worüber freust du dich?” Bei Tilgungen zielen die Meta-Modellfragen darauf ab, Informationen wieder herzustellen über: Wer..., Was..., Wen bzw. was..., Wem..., Vor wem..., Von wem..., Bezüglich was..., usw.

Durch den Gebrauch gewisser Verallgemeinerungen übersetzt der Sprecher einzelne Erfahrungen in eine immer und überall geltende Regel. Er verallgemeinert eine Erfahrung und nimmt an, dass sie in einer anderen Situation gleichermaßen gelten würde. Linguistiker nennen diese Verallgemeinerungen Universalquantifikatoren. Sie können durch ein Gegenbeispiel oder durch die Betonung des gebrauchten Universalquantifikators hinterfragt und bewusst gemacht werden. Schlüsselworte: alle, nie, keiner, dauernd, niemand, immer, ewig, jeder, man...

“Alle Männer wollen immer nur das Eine!”

Meta-Modellfrage:
“Kennst du wirklich keinen einzigen Mann, der zumindest ab und zu einmal an etwas anderes denkt? Sind es tatsächlich alle Männer? Und ist das wirklich immer so?”

Wenn eine Person behauptet, dass ihr Verhalten für den Zustand und/oder für das Verhalten einer anderen Person verantwortlich ist, befindet sie sich in einer Umgekehrten Ursache und Wirkung. Hier wird entweder die Verknüpfung angezweifelt oder der Annahme entsprochen, dass es keine Wahlmöglichkeit für den anderen gab. Hierbei ist es wichtig sich zu erinnern, dass Menschen ihre Handlungen selbst wählen bzw. bei reaktivem Verhalten die Verantwortung für ihre Reaktion bei ihnen selbst liegt. Hier ist die Wahrnehmung des Menschen verzerrt.

Bei Aussagen, die auf eine Ursache-Wirkung hindeuten, ist es wichtig, den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang aufzulösen und damit Wahlmöglichkeiten zu schaffen.

“Ich glaube, dass er sich meinetwegen schlecht fühlt.”

Meta-Modellfrage:
“Was genau glaubst du hast du gemacht, dass er sich schlecht fühlt?”

Es gibt viele weitere sprachliche Konstruktionen, die Informationen beherbergen und die durch geschicktes Nachfragen für den Sprecher nutzbar gemacht werden können. Bücher zum Meta-Modell und Beispiele für Meta-Modellfragen findest du in den in der Literaturliste am Schluss des Artikels.

Das Milton-Modell 

1979 folgte aus der Beobachtung des Hypnotherapeuten Erickson die Entwicklung des Milton-Modells. Richard Bandler und John Grinder wurden von Gregory Bateson auf die Arbeit von Milton Erickson aufmerksam gemacht. Bateson wusste, wie effektiv Erickson Sprache einsetzen konnte, um damit Trance zu induzieren. Nachdem Bandler und Grinder Ericksons Arbeit kennen gelernt hatten, veröffentlichten sie mehrere Bücher über Ericksonsche Hypnotherapie, die sich besonders mit den von Erickson verwendeten Sprachmustern beschäftigten. Dies war die Geburt des Milton-Modells.

Die Besonderheit der Arbeit Milton Ericksons war seine Fähigkeit, Trancen zu induzieren, ohne herkömmliche Tranceinduktionstechniken zu verwenden. Seine Tranceinduktion war einfach der Gebrauch einer besonderen Sprache. Geht es beim Meta-Modell darum, die Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen einer ungenauen Sprache aufzulösen, dreht es sich beim Milton-Modell um Sprachmuster, die es uns erlauben, auf indirekte und permissive Weise vage Informationen zu geben, um den Menschen einzuladen, die fehlenden Informationen in sich selbst zu suchen. Die von Erickson verwendete Sprache hatte nur so viel Information, dass sie neugierig machte, aber nichts vorwegnahm. Sie war vage und lud die Menschen ein, diese “Vagheit” selbst mit Informationen zu füllen und sie so aufzulösen. Der Gebrauch einer vagen Sprache führt dazu, dass der Mensch innere Suchprozesse ausführen muss, um dem gehörtem, selbst eine Bedeutung zu geben. Diesen Prozess nennt man Transderivationale Suche (TDS). Dieser durch vage Sprache initiierte Such-Prozess ist in sich selbst bereits trancefördernd.

Auch in der Beschäftigung mit dem Milton-Modell ist es nicht nötig, sich die genauen Bezeichnungen zu merken. Ähnlich wie Virginia Satir und Fritz Perls nichts vom Meta-Modell wussten, hat auch Milton Erickson selbst die von ihm verwendeten Sprachmuster nie in dieser Form gegliedert und benannt. Sprache ist eine natürliche Form des sich verbal auf einen anderen Menschen Beziehen. Auch die Elemente des Milton-Modells kommen in bestimmten Situationen natürlicherweise zum Vorschein.

Der Unterschied zwischen dem Meta-Modell und dem Milton-Modell liegt darin, dass das Meta-Modell sich gewissermaßen an den kognitiven Teil des Gegenübers richtet und dazu einlädt, eine Beobachterinstanz zu installieren, wohingegen das Milton-Modell sich an das Unbewusste richtet, eine transderivationale Suche initiiert und Trance induziert. Als Hypnosetherapeut war Milton Erickson nicht daran interessiert, zum Bewusstsein des Menschen zu sprechen und fehlende Information durch eine genauere Betrachtung des gesagten wieder herzustellen, sondern er wollte sich direkt an das Unbewusste des Menschen richten und das Unbewusste dazu einladen, seine Arbeit für den betreffenden Menschen zu tun.

Wenn wir uns darauf einlassen, das Unbewusste des Gegenübers die Arbeit tun zu lassen, benutzen wir intuitiv die Sprachmuster des Milton-Modells. Ohne die Arbeit von Richard Bandler und John Grinder wäre es uns jedoch nicht möglich, tiefer in den Gebrauch dieser besonderen Sprache einzudringen. Mit dem Verschwinden eines besonderen Menschen wie Milton Erickson, der Trance völlig unbemerkt für den begleiteten Menschen, nur durch den Gebrauch einer besonderen Sprache, induzieren  konnte, wäre auch die Möglichkeit verschwunden, diese Sprache bewusst zu erlernen.

Das Milton-Modell ist in gewissem Sinne eine Umkehrung des Meta-Modells und durch die Beschäftigung mit dem Meta-Modell entdecken wir, das wir das Milton-Modell viel leichter verstehen können. Gewissermaßen ist für das Verstehen (nicht für das intuitive Anwenden) des Milton-Modells eine Kenntnis des Meta-Modells hilfreich.

Manche Menschen lernen eine Sprache, indem sie sie analysieren und sich wissenschaftlich mit ihr auseinandersetzen. Andere Menschen lernen eine Sprache, indem sie beginnen, sie einfach zu sprechen, indem sie Redewendungen verwenden und ihre Erfahrungen in der neuen Sprache machen. Dies ist häufig eine sehr leichte Art, etwas zu lernen, weil es in einen Erlebnisstrom eingebunden ist und Lernen unbemerkt geschehen kann.

Die Milton-Sprachmuster

Das Yes-Setting

Wenn einem Menschen mehrere Sinneswahrnehmungen angeboten werden, die für ihn unzweifelhaft sind, d.h. leicht überprüfbar und für wahr befunden, wird durch die Begleitung eine Tendenz hergestellt, auch einen weiteren Schritt in eine bislang unbekannte Richtung zu gehen. Dies ist das sogenannte Yes-Setting (Ja-Kette), indem mehrere Male etwas unzweifelhaft vorhandenes angesprochen wird, was jeweils zu einem inneren “Ja” im Gegenüber führt, bis es zu einer Einladung kommt, einen weiteren Schritt zu tun, der dann - getragen von den vorhergehenden Zustimmungen - leicht vollzogen wird.

„Du sitzt jetzt hier in diesem Stuhl… (ja...) und während du hier sitzt und atmest (ja...), kannst du dich tiefer und immer tiefer entspannen...“

 Unspezifische Verben

Unspezifische Verben benennen kaum Einzelheiten der Tätigkeit, so dass ein Hörer diese selbst hinzufügen muss, um der Botschaft einen Inhalt und Sinn zu geben. Es handelt sich meist um neutrale, Sinneskanal- (Modalitäts-) unspezifische Worte, wie lernen, denken, erlauben, erfahren, wahrnehmen, lösen, entdecken, finden, wissen, integrieren, verbinden, verändern etc.

“Du kannst dir jetzt erlauben etwas Neues zu lernen, so dass du etwas Wichtiges entdecken wirst und dabei kann sich einiges in deinem Leben verändern, so dass du einfacher dem näher kommst, was du willst.”

Verlorener Referenzindex

In diesen Formulierungen fehlt das Subjekt, über das etwas ausgesagt wird. Es ist ein Satz, der den Handelnden nicht näher bezeichnet. Häufig werden Begriffe verwendet wie Leute, man, es, sie, viele, alle, usw.

“Viele Menschen können sich leicht entspannen...”, “Zu allen Zeiten gab es Menschen, die sich tief entspannen konnten…”, “Alle Kulturen haben auf die eine oder andere Weise mit tiefer Entspannung, mit Trancen und veränderten Bewusstseinszuständen gearbeitet…”

 

 Offene Vergleiche


Hier werden Vergleiche angestellt, ohne dabei die Vergleichskriterien offenzulegen. Dem Satz wird eine Bestätigung beigegeben, die sich scheinbar aus einem Vergleich ergeben hat. Dadurch erhält der Inhalt des Satzes mehr Gewicht und wird leichter umgesetzt.

“Und ist es nicht viel besser sich Zeit zu lassen...?”, “Es kann jetzt angenehmer für dich sein, dich immer weniger zu bewegen…”, “Manche Gefühle sind entspannender als andere…”

 

 

Modalverben

Dem begleiteten Menschen wird durch den Gebrauch von Modalverben ein bestimmtes Verhältnis zu der vorgeschlagenen Handlung suggeriert, welches ihm hilft, Zweifel abzulegen. Die Verantwortung für sein Handeln wir ihm abgenommen durch Worte wie sollen, müssen, dürfen, können, usw.

“Du brauchst nicht einmal zuzuhören…”, “Du kannst dich einfach entspannen…”, “Du kannst auf ganz natürliche Weise in Trance gehen...”

 

Konjunktionen

Konjunktionen sind Verbindungswörter, mit denen auch Dinge, die eigentlich nicht (unbedingt) zusammengehören, miteinander verbunden werden können. Es handelt sich um Wörter wie: und, weil, während, wenn, indem, nachdem...

“Während du jetzt atmest, kannst du dich langsam entspannen.”, “Sobald du einige Körpergefühle wahrnimmst, kannst du neugierig darauf sein, gleich etwas Interessantes zu erfahren.”

 

Gedankenlesen  

Beim Gedankenlesen wird der Eindruck erweckt, man wüsste, was der Klient denkt oder fühlt. Wenn die Formulierungen allgemein gehalten werden, so dass sie keinen Widerspruch zum Erleben erzeugen, steigern sie “magisch” die Glaubwürdigkeit des Sprechers. Das kann mit folgenden Worten ausgedrückt werden: sich wundern, sich fragen, glauben, denken, lernen, verstehen...

“Es gab einige große Enttäuschungen in deinem Leben und ein paar von den wichtigen Zielen, die dir am Herzen liegen, hast du noch nicht erreicht...”, “Manches ist für dich einfach schwer zu vergessen und vielleicht bist du jetzt neugierig, wie es für dich weitergehen wird...”, “Manches war mühsam in deinem Leben und du denkst darüber nach, wie du es dir leichter und einfacher machen kannst...”

Vorannahmen (Präsuppositionen)

Eine Aussage oder Frage wird von einer Grundannahme begleitet, deren Wahrheitsgehalt als gegeben vorausgesetzt und somit impliziert wird.

“Möchtest du dich erst ganz entspannt hinsetzen, bevor du in Trance gehst?”, “Vielleicht bist du sehr daran interessiert, welcher Teil deines Körpers sich zuerst entspannt?”, “Die Frage ist: Gehst du in eine leichte oder in eine sehr tiefe Trance und gehst du schnell oder langsam?”, “Merkst du, wie dein Unterbewusstsein bereits jetzt zu lernen beginnt?”

 

Rhetorische Fragen

Rhetorische Fragen sind Fragen, auf die man keine Antwort erwartet.

“Es ist angenehm in eine Trance zu gehen, nicht wahr?”, “Du bist jetzt bereit in Trance zu gehen, nicht wahr?”, “Ist es nicht wunderbar, all diese Erfahrungen jetzt integrieren zu können?”, “Wir Menschen gehen so leicht in Trance, ist es nicht so?”

Doppeldeutige Aussagen (Ambiguitäten)

Im Englischen gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten doppeldeutige Aussagen zu machen. In der deutschen Sprache hingegen gibt es nur wenig gleichklingende Wörter mit verschiedenen Bedeutungen für phonologische Ambiguität.

“You can believe your unconscious…”,
Bedeutung: “Du kannst deinem Unbewussten glauben” und
“You can believe you're unconscious…”,
Bedeutung: “Du kannst glauben, dass du ohne Bewusstsein bist.”

“Bedenke dieses mehr/Meer an Möglichkeiten.”

“Die Möglichkeiten, die Sie jetzt sehen/säen, werden um ein Vielfaches zunehmen”

 

Es gibt weitere Ambiguitäten, wie die syntaktische Ambiguität, wenn die Bedeutung eines Wortes nicht unmittelbar durch den Kontext bestimmt werden kann:

“Es gibt unendlich viele Lösungen, sie warten auf sie.” (Wer wartet auf wen?)


In der Bereichsambiguität kann nicht genau bestimmt werden, auf was sich ein Teil des Satzes bezieht:

“Wenn ich zu dir als Kind spreche...” (Wer ist das Kind?)

Bei der Interpunktionsambiguität verschmelzen auf Grund der nicht gesprochenen Interpunktion (Kommata/Punkt etc.) die Satzteile und gehen ineinander über:

“Sie können dieses Kapitel abschließen Sie langsam ihre Augen.”
“Richte deine Aufmerksamkeit auf die Decke dich gut zu.”

 

Metaphern, Personifikation

Metaphern sind Sätze, deren Bedeutung sich nur im übertragenen Sinne erschließt.

“Mir fällt ein Stein vom Herzen.”

Bei der Personifikation werden einem Ding/Wesen Eigenschaften zugesprochen, die es eigentlich nicht hat und dadurch menschliche Züge verliehen.

“So, wie ein kleiner Vogel sich mutig aus dem Nest stürzt, um die Freude am Fliegen zu erleben...”, “Und so ein kleiner Same empfindet eine große Freude, wenn er beginnt zu wachsen…”, “Wie Pflanzen, die sich nach der Sonne sehnen...”, “Alle Blumen lachen dir entgegen....”

 

Alle Möglichkeiten einbeziehen

Für die Entdeckung der suggerierten Phänomene ist es hilfreich, wenn die begleitete Person sich ihre Erfahrungen selbst aussuchen kann. Dies gelingt der Person, wenn der Bereich der angebotenen Möglichkeiten sehr weit gefasst ist.

“Und während du deine Hand beobachtest, kann sie beginnen, immer leichter und leichter zu werden und sich langsam zu heben beginnen, oder sie kann leicht und angenehm auf deinem Oberschenkel ruhen bleiben… Es mag auch sein, dass sie immer schwerer und schwerer wird, oder zu kribbeln beginnt, sich ausdehnt, oder eher zu schrumpfen scheint… Vielleicht wird sie auch wärmer… oder auch kühler… Oder es beginnt nur in der einen Hand… während die andere Hand langsam nachfolgt…”

 

Indirekte Suggestionen

Der begleiteten Person wird nicht direkt gesagt, was man von ihr erwartet. Stattdessen wird ihr angeboten, ihre natürlichen Verhaltensweisen auf diese Situation zu übertragen.

“Vielleicht bist du dir dessen nicht bewusst, aber du kannst dich tief entspannen… Du entspannst dich jede Nacht ganz tief und viele Male während des Tages und auch jetzt hier… Wir alle verfügen über ein Potential, dessen wir uns nicht bewusst sind…”

“Vielleicht bist du dir dessen nicht bewusst, aber du lernst ständig Neues… Du kannst alles lernen, was du lernen willst, in jeder beliebigen Reihenfolge, die dir recht ist…

 

Vollständige Tilgung

Dies sind Sätze, in denen das Objekt vollständig fehlt auf das sich die Aussage bezieht. Die begleitete Person wird diese Leerstelle mit etwas für ihn selbst relevantem füllen.

“Vielleicht verstehst du jetzt...  gleich oder in einer Weile.”

“Und du kannst dich überraschen lassen... und zuversichtlich sein…”

 

Auch dies ist nur ein Ausschnitt der von Bandler und Grinder analysieren Milton-Sprachmuster. Weitere Bücher zum Milton-Modell und den Milton-Sprachmustern findest du in der Literaturliste. 

 

Pacing – Leading

Die Erforschung und Beobachtung herausragender Therapeuten wie Perls und Satir führte zu  weiteren Erkenntnissen, welche Elemente in der funktionierenden Kommunikation eine Rolle spielen.  Die Frage, die sich Bandler und Grinder stellten war ja: Wieso funktioniert die Arbeit einiger herausragender Therapeuten? Und sie fanden heraus, dass diese herausragenden Therapeuten in der Lage waren ein „Mitschwingen“, etwas „Gemeinsames“ herzustellen. Innerhalb dieses generierten Feldes fühlten sich Menschen verstanden. Sie waren nicht mehr in der Wahrnehmung, dass der Therapeut jemand sei, der sich über sie stellen würde, der sie analysieren und beurteilen wollte, sondern nahmen ihn wahr, als jemanden „an ihrer Seite“, als jemanden, der sie in ihren Prozessen unterstützen würde. Der Name der für dieses „Mitschwingen“ für das Modell von NLP gewählt wurde war Rapport.

In der Hypnotherapie bezeichnet Rapport die Beziehung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten. Im Modell von NLP wird Rapport im Zusammenhang mit jeder Art von positiv besetzter Beziehung verwendet: Zwischen zwei Personen, zwischen mehreren Personen / Gruppen sowie innerhalb einer Person.

Rapport

Rapport ist die Antwort auf die Frage, wie Verstehen funktioniert. Rapport ermöglicht uns, die Welt aus den Augen des anderen zu sehen. Rapport ist wie ein in die Haut des Gegenüber schlüpfen, ohne dich selbst dabei zu verlieren. Für Beziehungen ist Rapport elementar wichtig und Merkmal jeder „guten“ Beziehung. Häufig bemerken wir gar nicht, was wir tun um in einem Rapport zu einer anderen Person zu sein, da wir alle natürlicherweise die Fähigkeit besitzen, uns auf Menschen einzustellen. Dies gelingt mit einigen Menschen leicht, mit anderen jedoch fällt es uns schwer. Da wir nicht wissen, was wir tun, wissen wir auch häufig nicht, was wir für eine funktionierende Beziehung tun können. Dabei müssen wir gar nicht so viel für Rapport zu einem anderen Menschen tun, sondern nur gewisse Verhaltensweisen unterlassen, die Rapport verhindern.

Das Verhindern von Rapport hat mit Selbstschutz und der empfundenen Bedrohung durch die Andersartigkeit des anderen zu tun, denn wir befürchten, unsere Meinung aufgeben zu müssen. Doch Rapport hat nichts mit Gleichförmigkeit zu tun, sondern mit Akzeptanz und Wertschätzung von Andersartigkeit und befriedigende Beziehungen entstehen nicht durch Übereinstimmung, sondern durch Rapport. Rapport entsteht aus der Fähigkeit, das Gegenüber wahrzunehmen und sich auf das Gegenüber einzuschwingen.

Rapport entsteht…

  • durch aufrichtiges Interesse an dem anderen, durch
  • Neugier, wie der andere die Welt sieht und durch die
  • Bereitschaft, die Welt mit den Augen der anderen Person zu sehen.

 

Pacing

Um eine gute Beziehungen aufzubauen, müssen wir Rapport herstellen. Rapport heißt, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen. Dieses sich-in-eine-andere-Person-hineinversetzen geschieht durch ein Mitgehen. Für das Mitgehen bzw. für das sich im selben Schritt mit jemandem befinden und an die Geschwindigkeit des anderen anpassen gibt es das Englische Wort pacing, welches so viel wie Schritt bedeutet. Jemanden zu Pacen heißt also, sich auf jemanden einstellen, die Zeichen des anderen lesen und die Geschwindigkeit des anderen aufzunehmen.

Dies geht nicht ohne sich selbst wahrzunehmen, sich selbst wertzuschätzen und die eigenen Zeichen zu lesen. Pacing hat mit Wahrnehmen zu tun und zwar gleichermaßen sich selbst wie den anderen. Eine Beziehung hat mit Wertschätzung zu tun und zwar gleichermaßen mit eigener Wertschätzung wie der des anderen. Jemanden wahrzunehmen hat auch damit zu tun, den anderen für wahr zu nehmen, d.h. den anderen in seinem so-sein anzuerkennen – ihn nicht verändern zu wollen. Jemanden und sich selbst für wahr zu nehmen ist gleichsam die Basis für eine gute Beziehung.

Leading

Jemanden zu begleiten, sei es in einem Gespräch oder in einer Beratungssituation, heißt nicht, den anderen verändern zu wollen. Dennoch sind wir es, die in diesem Kontext als Begleiterinnen und Begleiter, ein Wissen mit in die Beziehung hineinbringen. Wir wissen etwas über Möglichkeiten und darüber, dass verschiedene Sichtweisen zu einem Thema möglich sind. Wir wissen etwas über Optionen. Wir wissen, dass es nicht nur eine Handlungsweise in einer Situation gibt, sondern mehrere und wir wissen, dass reaktive Verhaltensweisen tendenziell nicht die effektivsten im Sinne der Entwicklung und des Wachstums sind. Dieses Wissen fordert von uns bestimmte Handlungsweisen, die gewissermaßen wie Vorschläge dem anderen unterbreitet werden. So gesehen gibt es auch ein Führungselement in der Begleitung. Wichtig ist jedoch immer zu realisieren, dass ein Führen nur möglich ist, wenn wir dem anderen auch folgen können. Führen und Folgen gehören somit untrennbar zusammen und bilden gleichsam die zwei Seiten der einen Münze. Das englische Wort leading heißt jemanden zu führen.

Pacing und Leading gehören somit zusammen und haben eine Reihenfolge. Zuerst kommt Pacing und dann Leading. Lerne also zu folgen, um führen zu können.

Die Ebenen der Erfahrung

Eine weitere wichtige Ebene des Pacens beobachtet spezielle Schlüsselwörter oder Redewendungen, die darauf hindeuten, wie der begleitete Mensch seine Erfahrungen intern verarbeitet. Wie Eingangs im Skript erwähnt, verarbeitet jeder Mensch Erfahrungen auf spezielle Weise und er hat eine Präferenz, eine Vorliebe für ein bestimmtes Repräsentationssystem. In diesen Bereich gehören Schlüsselbegriffe, die die grundlegende Form der Wahrnehmung des Gegenübers aufzeigen. Einige Menschen hören sich selbst innerlich zu und sprechen innerlich mit sich selbst (und dann habe ich mir gedacht… ich habe mir gesagt…) Sie stehen in einem internen, verbalen Kontakt zu sich selbst. Andere Menschen nehmen Erfahrungen als innere Bilder wahr (ich sehe, was du meinst… das will ich mir genau ansehen…) und wieder andere nehmen wahr, wie sich etwas innerlich anfühlt  (ich möchte damit in Berührung kommen… ich spüre die Anspannung…).

Für den Aufbau einer funktionierenden Beziehung ist es wichtig, nicht unbewusst eine andere Modalitätsebene zu verwenden, als unser Gegenüber. Häufig wissen wir dann gar nicht was schief läuft und sind ratlos, warum wir „aneinander vorbei“ reden. Hier wird auch deutlich das Pacen viel weniger meint, etwas Bestimmtes zu tun, als vielmehr zu bemerken, wann auf grundlegender Ebene etwas nicht stimmt. In ganz vielen Fällen haben Probleme in der Verständigung zwischen Menschen nicht mit dem jeweiligen Thema zu tun, sondern mit dem wie über dieses Thema gesprochen wird. In diesem wie liegt dann die gesamte Ebene der nonverbalen Kommunikation, die vielen Menschen überhaupt nicht bewusst ist.

Submodalitäten

Die Erkenntnis, dass Menschen ihre Erfahrungen über bevorzugte Sinneskanäle aufnehmen, lässt ahnen, dass die Qualität der Erfahrung mit der Qualität der jeweiligen Signale zu tun hat. Jedes Repräsentationssystem (Modalität) hat Submodalitäten, mit denen sich die Erfahrungen innerlich „abbilden“. Über die Submodalitäten definieren wir unsere Erfahrung und generieren unser inneres Erleben. Wir projizieren diese definierten Submodalitäten auch in die Zukunft und erschaffen uns damit eine individuelle Realität.

Begriffe, die auf eine visuelle Präferenz hindeuten wären z.B.: klar/unklar, düster, neblig, strahlend, Helligkeit Farben, Bild oder Film, Schwarz/Weiß, Muster, Kontrast…

Einige auditive Begriffe wären: laut/leise, männliche oder weibliche Stimme, hoch/tief, schnell/langsam…

Begriffe, die auf eine kinästhetische Präferenz schließen lassen wären: hart/weich, rund/eckig, spitz, Ort, Bewegung, Temperatur kalt/warm, Gewicht, Konsistenz, Spannung, Druck…

Natürlich gibt es auch Begriffe, die in den olfaktorischen und gustatorischen Bereich gehören. Im Allgemeinen sind diese Sinneskanäle beim Menschen aber nicht im Vordergrund.

Das Verändern von Submodalitäten

Die Möglichkeit der Veränderung von Submodalitäten führt uns nun schließlich zum eigentlichen Thema dieses Seminars, nämlich den schnellen Veränderungstechniken des NLP, die zu einem sehr großen Teil mit der Veränderung der Submodalitäten arbeiten. Die Umgestaltung der Submodalitäten bewirken kraft- und wirkungsvolle Veränderungen in der Erfahrungswelt eines Menschen. Ändern wir die Struktur einer Erfahrung, formen wir ihren Einfluss um. Prinzipiell sind wir Menschen in der Lage unsere Submodalitäten frei zu wählen. Damit entscheiden wir, welche Aufmerksamkeit und Tiefe wir unserem Erleben geben.

Schnelle Veränderungstechniken

Das Geheimnis schneller Veränderungstechniken aus dem NLP ist die Geschwindigkeit. Und damit ist nicht gemeint, dass die Veränderung ein Vorgang ist, der in wenigen oder sogar nur in einer Sitzung geschieht, sondern dass der Vorgang der Veränderung, der Ablauf selbst schnell ist. Von vielen Menschen wird die „Fast Phobia Cure“ aus dem NLP, die „Schnelle Phobietechnik“, so verstanden, als dass sie schnell zu einer Veränderung bezüglich der einschränkenden und lähmenden Angst führt, die den Menschen bislang im Griff hatte. Und obwohl dies auch stimmt, gibt es dennoch einen wichtigen weiteren Aspekt, nämlich dass die Veränderungsarbeit, also die angewandte Technik, schnell ausgeführt werden muss.

Von Richard Bandler stammt der Ausspruch: „Es ist leichter eine Phobie in zehn Minuten zu heilen, als in fünf Jahren.“  - Nun, Richard Bandler ist eine ausgesprochen herausragende Persönlichkeit. Im Laufe der Entwicklung des NLP hat er mit solchen provokanten Aussagen alte Glaubensgebäude in Frage gestellt. Wie eingangs erwähnt hat der Erfolg des NLP viele Neider auf den Plan gerufen. Der Erfolg des NLP hängt auch zu einem Teil davon ab, dass konsequent neue Wege beschritten wurden. Das Altes nicht einfach übernommen, sondern überprüft wurde und nur das in die Auswahl der Techniken kam, was sich in der Praxis beweisen konnte. NLP ist kein theoretisches Modell, sondern ein praktisches. Auch heute noch kann man in der Begegnung mit Menschen auf die Überzeugung stoßen, dass Veränderung Zeit braucht. Doch woher stammen diese Überzeugungen, wenn man doch überall erkennen kann, dass dies nicht den Tatsachen entspricht? Vielleicht hängt dies mit den Mechanismen des Menschen zusammen, die NLP untersucht. Einmal gemachte „Erfahrungen“ werden gebildet und weitergegeben und schließlich nicht mehr hinterfragt. Das Hinterfragen solcher Erfahrungen findet typischerweise nur noch in Krisensituationen statt, wenn nichts mehr funktioniert. So gibt es auch heute sicher noch Menschen, die felsenfest davon überzeugt sind, dass Spinat aus dem Grund gesund ist, weil er so viel Eisen enthält…

Richard Bandler beobachtete jedenfalls, dass Veränderung nicht nur schnell geschehen kann sondern der Vorgang selbst schnell gehen muss, da unser Gehirn nicht langsam, sondern schnell arbeitet. Es ist ein ähnliches Phänomen, das wir Bewegungen, die unterhalb einer Geschwindigkeitsgrenze liegen, nicht mehr wahrnehmen. Wir bekommen nicht mit, dass Pflanzen, oder unsere Kinder wachsen, solange wir ständig mit ihnen zusammen sind. Aus dem Urlaub zurück, sind wir häufig sehr erstaunt über die „Entwicklung“, die unsere Pflanzen auf dem Balkon gemacht haben. Ist es nicht ein interessantes Phänomen, dass wir langsamer werden müssen, um mitzubekommen wie schnell sich alles entwickelt? Die Zeitrafferkamera nimmt weniger Bilder innerhalb eines Zeitabschnitts auf und spielt sie dann in normaler Geschwindigkeit ab und plötzlich erkennen wir, wie sich Pflanzen bewegen und Blätter und Blüten magisch aus dem Nichts erscheinen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt von Geschwindigkeit ist, dass sie aus der Routine führt. In der Arbeit mit Menschen wird dir schnell deutlich, dass jeder Mensch eine gewisse Komfort-Geschwindigkeit hat. Dem Menschen wird sofort unbehaglich, wenn du als Begleiter an der Geschwindigkeitsschraube drehst. Wenn du den Kontakt nicht aufs Spiel setzen willst, ist dies sogar erst möglich, nachdem du dich als Begleiter auf die Geschwindigkeit der von dir begleiteten Person eingestellt hast (pacen). Erst dann kannst du z. B. langsamer machen, indem du die Geschwindigkeit des Menschen absenkst. Und plötzlich können gewisse Dinge ins Bewusstsein des Menschen dringen.

Wie du aus deiner Zeit der Begleitung von Menschen weißt, gibt es eine Instanz, die sich in gewohnheitsmäßigem Terrain aufhalten möchte. Alles was außerhalb dieses gewohnheitsmäßigen Rahmens liegt, ist unbekannt und deshalb angsterzeugend.  Du kennst diese Instanz als die Barriere und weißt, dass du ohne Barrietechniken in der Arbeit mit Menschen ziemlich aufgeschmissen wärest. Mit Hilfe unserer Barrietechniken nehmen wir den Menschen an die Hand und führen (leading) ihn in neues Gebiet. Wenn du dich nun an die Situation in einer Arztpraxis erinnerst, dann weißt du, dass es keine gute Idee ist, dir eine Spritze langsam geben zu lassen. Auch ein Pflaster wird schnell abgezogen – und überhaupt sollten Dinge, die im gewissen Sinne unangenehm sind, schnell ablaufen. Deshalb hält NLP auch wenig von analytischer Arbeit, in der ein Mensch immer und immer wieder in vergangene Situationen geführt wird, mit der Hoffnung auf einen anderen Ausgang. Der gesunde Menschenverstand sagt schon, dass wenn du etwas anderes willst, du etwas anderes machen musst.

Erinnere dich also, wie wichtig es ist, vom Begleiten in Richtung der Barriere zu gehen. Du paced um zu leaden. Wenn du nur begleiten würdest, würde der Mensch sich weiter in seinen Kreisen drehen. Richard Bandler sagt dazu: „Du kannst pacen, bis du in den Schuhen deines Klienten steckst…“

„In den Schuhen des Klienten stecken“ kann aber nicht das Ziel unserer Arbeit sein. Das Ziel ist, dass der Mensch irgendwann neue komfortablere Schuhe trägt. Und der Vorgang des Wechselns dieser Schuhe muss schnell gehen, da mit es vom „Aufpasser“, vom kritischen Teil, dem Verstand, nicht abgefangen wird.

Wie oben erwähnt arbeiten wir mit Veränderung der Submodalitäten. Pacen funktioniert, indem du dich auf die Modalität (Repräsentationssystem) einstellst. Irgendwann (und das möglichst schnell) solltest du in der Arbeit mit Menschen aber dazu übergehen, den Menschen zu einer umfassenderen Wahrnehmung zu verhelfen. Im Meta-Modell „versteht“ der Mensch auf Grund hinzu gewonnener vorher getilgter, verzerrter und verallgemeinerter Information und im Milton-Modell sorgst du für das „herabsenken der Schilde“, damit Neues überhaupt angenommen wird.

In der IPB Arbeit sprechen wir vom „Komplettieren der Modalitätsebenen“ und meinen damit, dass Veränderung dann geschehen kann, wenn die Erfahrung „vollständig“, d.h. auf allen Modalitätsebenen wahrgenommen wird. Wir pacen zwar auf der „gewohnten“ Repräsentationsebene aber bieten den Wechsel auf andere Ebenen an. In den Augen des NLP ist es keine Unterstützung, wenn wir immer nur pacen würden, wenn wir Menschen immer nur auf ihrer gewohnten Modalitätseben begleiten. Unser Ziel muss sein, Menschen zu einem vollständigeren Erleben zu führen. Lernen findet da statt, wo der Mensch bislang ein Defizit hatte. Kinder lernen durch Herausforderung, nicht dadurch, dass wir ihnen ständig anbieten das zu tun, was sie bereits können. NLP sagt: Sorge dafür, dass Menschen alles nutzen, was sie können – und zwar so schnell wie möglich!

DHE – die Weiterentwicklung des NLP

Zum Schluss möchte ich noch auf das Design-Human-Engineering (DHE) eingehen. Eine höchst kreative und generative Weiterentwicklung aus NLP von Richard Bandler, die sich ganz gezielt Kommunikation erster Ordnung (mit sich selbst) zuwendet. DHE geht konsequent von der Grundannahme aus, dass es neurophysiologisch keinen Unterschied macht, ob ein Ereignis tatsächlich stattgefunden hat, oder nur in der Erinnerung konstruiert ist.  Es ist im Gewissen Sinne die Weiterentwicklung des NLP oder wenn man so will auch die Essenz des NLP, da Richard Bandler im DHE die über all die Jahre der Arbeit mit Menschen gefundenen effektiven Techniken zusammengefasst hat. Es ist auch eine Art „Runderneuerung“ des NLP, da sich auch über die Jahre viel Staub auf dem NLP angesammelt hat. So gibt es neben dem originalen Zweig des NLP, dem NLP Richard Bandlers, weitere Zweige, die sich zuerst abgespalten und dann eine Art Eigenleben entwickelt haben. Im DHE definiert nun Bandler neu, was der eigentliche und ursprüngliche Sinn des NLP war, nämlich effektiv im Sinne des Klienten zu arbeiten, für mehr Unabhängigkeit und Wahlfreiheit zu sorgen. Natürlich gefällt dies auch wieder einigen nicht und sie stören sich am Begriff Design Human Engineering (Design kommt von Gestalten, Human hat mit dem Menschen zu tun und Engineering ist die Kunst der Gestaltung durch Einsatz von wirksamen Techniken), der ihnen wieder zu sehr in den Vordergrund zu rücken scheint, wie wenig frei die Menschen in ihren Entscheidungen sind und wie abhängig von einmal gebildeten Mustern.

Am Beispiel des „Modeling“, einer sehr grundlegenden Technik des NLP wird deutlich was ich meine. Kaum eine andere „Methode“ (NLP wollte nie eine sein) hat so viel Unruhe über die Zeit ihre Geschichte erlebt wie das NLP. Angefangen von der starken Persönlichkeit Richard Bandlers, dessen forsche Herausforderungen alter Glaubensgebäude immer wieder für Aufsehen (und Kritik) gesorgt hat, bis hin zu der Entzweiung Richard Bandlers und dem Mitbegründer des NLP John Grinders, welches einen langen und unschönen Rechtsstreit nach sich zog, wer denn nun die „Rechte“ am NLP besitzt. Auch über die Frage was eigentlich Modeling ist, wurde (und wird wohl immer noch) heftig diskutiert.

Sehr vieles aus dem NLP hat mit dem Tun zu tun – ist praktische Tätigkeit – ist das konsequente Umsetzen von Dingen, die sich als effektiv erwiesen haben. Die Frage „warum“ gewisse Dinge funktionieren, spielt nur dann eine Rolle, wenn aus ihrer Beantwortung hervorgeht, dass andere lernen können, wie es geht. Und dies ist nicht immer automatisch der Fall. Angefangen bei Virginia Satir, Fritz Perls und insbesondere Milton Erickson, begannen Bandler und Grinder die Verhaltensweisen von Therapeuten zu untersuchen und zu schematisieren. Ihr Ansatz war herauszubekommen, was es ist, was „gute“ Therapeuten „richtig“ machen. Alles das, was sie fanden wurde schematisiert und praktisch umgesetzt. Zum Beispiel tat die Person „Erickson“ gewisse Dinge, die sich als wirkungsvoll und effektiv herausstellten und das NLP versuchte diese Verhaltensweisen zu kopieren. Die war der Beginn des „Modeling“. Die Person „Erickson“ wurde in ihre Essenz zerlegt und der Mensch, der nun die Arbeit Ericksons tun wollte, wurde dazu angehalten, so weit wie möglich zur Person „Milton Erickson“ zu werden, sich nach dem Vorbild zu modellieren.

Das zu Grunde liegende Prinzip des Modeling ist, dass die beobachtete Person in dem was sie tut erfolgreich ist, weil sie automatisch die richtigen Verhaltensweisen an den Tag legt. Dies muss keinesfalls bewusst geschehen, und an diesem Punkt unterscheidet sich das Modeling sehr grundlegend vom klassischen Prinzip der Lehrer-Schüler-Beziehung. Wenn ein Therapeut, nennen wir ihn Tom, sagt, er wäre so erfolgreich, weil er besonders einfühlsam ist, dann bedeutet das nicht, dass ein einfühlsamer Therapeut automatisch erfolgreich ist. Viel wichtiger ist die Art und Weise, wie Tom sein Einfühlungsvermögen zum Ausdruck bringt. Seine Art einfühlsam zu sein könnte sich von einer kopierten Art ganz grundlegend unterscheiden. Was Tom letztendlich erfolgreich macht, sind seine Handlungen. Es geht nicht um seine inneren Prozesse und Gedanken, sondern um das, was er tut. Vielleicht zupft er sich unbewusst am linken Ohrläppchen, wenn seine Klienten über schöne Dinge sprechen und ankert diese dadurch. Den meisten Menschen sind ihre Verhaltensweisen nicht bewusst  - auch Erickson benutzte seine Sprachmuster intuitiv - und sie wissen deshalb häufig gar nicht, was sie so erfolgreich macht. Das menschliche Gehirn neigt dazu, zu rationalisieren und Gründe zu erfinden, die logisch klingen. Tom wird fest davon überzeugt sein, dass „Einfühlungsvermögen“ einen Therapeuten besser macht. Das heißt aber nicht, dass es auch tatsächlich so ist. Die Essenz aus diesem Beispiel ist: Beobachte Menschen genau, und versuche ihre Handlungen so exakt wie möglich zu kopieren.

Diese Denkweise ist sehr ungewohnt. In einer Welt in der gerne übernommen wird, was andere für richtig empfinden, wird häufig auch dieses „Wissen“ mit dem Etikett weitergegeben, dass es das wäre, was funktioniert. Dies ist aber nur zu einem Teil tatsächlich der Fall. Einen interessanten Artikel zu diesem Thema findest du unter http://www.mentalspaceresearch.com/deutsche-artikel/was-ist-nlp-modeling

Auch in diesem Artikel wird die Frage, was denn nun Modeling letztlich wirklich ist, nicht geklärt (wie sollte dies auch möglich sein), aber es wird deutlich, wie unterschiedlich sich Menschen auf gewisse Dinge beziehen. Das DHE nun scheint den Graben zwischen dem „wahren“ NLP Grinders und dem „wahren“ NLP Bandlers weiter zu vertiefen. Die eine Richtung scheint sich mehr in die Details zu verlieren und die andere Seite scheint immer weniger Interesse daran zu haben, zu erklären, warum etwas funktioniert. Das Motto von DHE ist: „You go first!“ und „How much pleasure can you stand?“ “Geh du zuerst!” und „Wie viel Glück kannst du ertragen?“ Lebe das vor, was du von anderen möchtest! Wo NLP in einigen Bereichen immer weiter zerlegt, fügt DHE zusammen. DHE nimmt Sequenzen, Stücke und Strategien von außergewöhnlichen Fähigkeiten, kombiniert sie zu neuen möglichen Verhaltensmustern, Fähigkeiten und Zuständen und macht sie dem Menschen zugänglich. Wo NLP Ressourcen via Modeling von anderen schafft - designed DHE diese, im Wissen, dass jeder alle Ressourcen zur Veränderung in sich hat.

Im DHE schafft der Anwender in sich Zustände, die den weiterentwickelten Modelingstrategien aus dem Modell des NLP zugrunde liegen und  die das tägliche Leben erleichtern sollen. Ein weiterer Aspekt von DHE ist die Optimierung der Sinnesaufmerksamkeit und die Schärfung der Wahrnehmung. Darüber hinaus räumt DHE der subbewussten Tätigkeit einen großen Raum ein und lädt ein zu erkennen, dass die Grenzen der Anwendung von DHE in den Grenzen der Vorstellungswelt des Anwenders liegen.

Modeling oder DHE. Und was ist NLP? Auch nach diesem Skript ist die Frage nicht wirklich beantwortet. Es ist gut zu wissen, dass es allemal mehr NLP-like ist, nicht auf alles eine Antwort zu haben sondern offen zu sein und Neues zu erwarten. Und in der Anwendung eines solch mächtigen Werkzeuges wie dem NLP in der Arbeit mit Menschen können wir uns nur immer wieder, getreu einem ursprünglichen Prinzip des NLP folgend, daran erinnern: Wenn etwas nicht funktioniert, dann tue etwas anderes!

Und was soll dies nun wieder bedeuten? Nun – vielleicht findest du die Antwort darauf in der folgenden Geschichte:

Der Magier 

Es war einmal ein junger Prinz, der glaubte an alles, mit Ausnahme von drei Dingen. Er glaubte nicht an Prinzessinnen, er glaubte nicht an Inseln und er glaubte nicht an Gott. Sein Vater, der König, sagte ihm, dass es solche Dinge nicht gäbe. Da es im Reich seines Vaters weder Prinzessinnen noch Inseln und auch keine Spur von Gott gab, glaubte der Prinz seinem Vater. Aber eines Tages lief der Prinz vom Palast fort und kam in das Nachbarland. Zu seinem Erstaunen sah er vor jeder Küste Inseln und auf diesen Inseln fremde, beunruhigende Wesen, die er nicht zu benennen wagte. Als er nach einem Schiff Ausschau hielt, kam ihm am Strand ein Mann in voller Abendgala entgegen.
"Sind das echte Inseln?" fragte der junge Prinz.
"Natürlich sind das echte Inseln", sagte der Herr in Abendgala.
"Und jene fremden und beunruhigenden Wesen?"
"Das sind echte und leibhaftige Prinzessinnen."
"Dann muss es auch Gott geben!", rief der Prinz.
"Ich bin Gott", antwortete der Herr in Abendgala mit einer Verbeugung.

Der junge Prinz kehrte, so schnell er konnte, wieder nach Hause zurück. "Du bist also zurückgekehrt", sagte sein Vater, der König. "Ich habe Inseln gesehen, ich habe Prinzessinnen gesehen, ich habe Gott gesehen", sagte der Prinz vorwurfsvoll. Der König war ungerührt.
"Weder gibt es wirkliche Inseln noch wirkliche Prinzessinnen noch einen wirklichen Gott".
"Ich habe sie gesehen!"
"Sag mir wie Gott gekleidet war."
"Gott trug volle Abendgala."
"Waren die Ärmel seines Fracks hochgeschlagen?"
Der Prinz entsann sich, dass sie es gewesen waren. Der König lächelte.
"Das ist die Kleidung eines Magiers. Du bist getäuscht worden."

Darauf kehrte der Prinz ins Nachbarland zurück und ging an denselben Strand, wo er abermals auf den Herrn in Abendgala traf. "Mein Vater, der König, hat mir gesagt, wer Sie sind", sagte der Prinz empört. "Sie haben mich letztes Mal getäuscht, diesmal aber nicht. Jetzt weiß ich, dass das keine echten Inseln und echten Prinzessinnen sind, denn Sie sind ein Magier."

Der Herr am Strand lächelte. "Du hast Dich getäuscht, mein Junge. In deines Vaters Reich gibt es viele Inseln und viele Prinzessinnen. Du bist aber unter deines Vaters Bann, so dass du sie nicht sehen kannst."

Nachdenklich kehrte der Prinz heim. Als er seinem Vater begegnete, sah er seinem Vater ins Gesicht.
"Vater stimmt es, dass du kein echter König bist, sondern nur ein Magier?"

Der König lächelte und schlug seine Ärmel zurück. "Ja, mein Sohn, ich bin nur ein Magier."

"Dann war der Herr am anderen Strand Gott."
"Der Herr am anderen Strand war ein anderer Magier."
"Ich muss die Wahrheit wissen, die Wahrheit jenseits der Magie."
"Es gibt keine Wahrheit jenseits der Magie."

Der Prinz war von Trauer erfüllt. Er sagte: "Ich werde mich umbringen." Durch einen Zauber ließ der König den Tod erscheinen. Der Tod stand in der Tür und winkte dem Prinzen. Der Prinz erschauerte. Er erinnerte sich der schönen aber unwirklichen Inseln und der unwirklichen aber schönen Prinzessinnen.

"Also gut", sagte er, "ich kann es ertragen."

"Du siehst mein Sohn", sagte der König, "auch du beginnst, ein Magier zu sein."

John Fowles, The Magus zitiert nach Bandler in „Die Struktur der Magie“

 

Empfohlene Literatur:

Metasprache und Psychotherapie: Die Struktur der Magie I von Richard Bandler und John Grinder, Junfermann

Kommunikation und Veränderung: Die Struktur der Magie II von Richard Bandler und John Grinder, Junfermann

Bitte verändern Sie sich ... jetzt! - Transkripte meisterhafter NLP-Sitzungen von Richard Bandler, Junfermann

Therapie in Trance. NLP und die Struktur hypnotischer Kommunikation von John Grinder, Richard Bandler, Klett-Cotta

Richard Bandler's Leitfaden zu persönlicher Veränderung: Get the Life You Want von Richard Bandler, Bookmark NLP 

Veränderung des subjektiven Erlebens: Fortgeschrittene Methoden des NLP von Richard Bandler, Junfermann

Unbändige Motivation: Über NLP, schnelle Veränderungen und vieles mehr von Richard Bandler, Vukadin Milojevic und Cordula Grehling, Junfermann

Der feine Unterschied: NLP-Übungsbuch zu den Submodalitäten von Richard Bandler, Will MacDonald und Isolde Kirchner, Junfermann

Leitfaden zur TRANCE-formation: Make Your Life Great von Richard Bandler und Uwe Böhm, Bookmark NLP

Time for a Change: Lernen, bessere Entscheidungen zu treffen von Richard Bandler, Junfermann

Kompaktkurs Hypnose: Wie man Phänomene tiefer Trance hervorruft von Tad James und Lorraine Flores, Junfermann

Time Line: NLP-Konzepte zur Grundstruktur der Persönlichkeit von Tad James und Wyatt Woodsmall, Junfermann

Time Coaching - Programmieren Sie Ihre Zukunft... jetzt! von Tad James, Junfermann

Die Magie gekonnter Präsentation: Wie Sie mit Hilfe von NLP Ihr Auftreten optimieren können von Tad James und David Shephard, Junfermann


Hypnose hilft: Mit dem Geist Körper und Seele heilen von Rudolf Engemann, Param

Die NLP Enzyklopädie im Internet

http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Die_NLP_Enzyklopädie



[1] C.G. Jung übertrug den Begriff in die Psychologie und bezeichnete damit denjenigen Teil des Ich, der für ein normatives, sozialverträgliches Verhalten des Individuums sorgt.