Schlafstörungen eher ein Symptom als das Problem?

Fotolia 102936208 XSSchlafstörungen zählen zu den zunehmenden Beschwerden in der heutigen Zeit und die Betroffenen wünschen sich verständlicherweise, dass diese schnellstmöglich wieder dahingehen, woher sie gekommen sind.

Doch sind die Schlafstörungen wirklich das Problem? Oder sind sie nur die Folge beziehungsweise ein Symptom von einem ganz anderen Problem, welches bisher nicht erkannt wurde?

In vielen Fällen wird von den Betroffenen übersehen, dass sich ihr allgemeines psychisches Befinden im Vergleich zu früheren Zeiten schleichend und somit im Verborgenen verschlechtert hat.

Dass zum Beispiel die Belastbarkeit weniger geworden ist, ebenso die Lebensfreude und die Freude an Aktivitäten. Dass die Konzentrationsfähigkeit abgenommen hat und dass das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gegenwärtig eher bröckelig als in einer gesunden Verfassung ist u.v.m. 

Nur ist alles ganz langsam gekommen. So langsam, dass es von den Betroffenen selbst gar nicht bemerkt wurde. Bemerkt wurden erst die Schlafstörungen, diese sind auch deutlich zu erkennen und nach einer gewissen Zeit wohl kaum noch zu leugnen.

Die Vorboten, welche auf eine Abnahme des allgemeinen psychischen Wohlbefindens hinweisen, werden häufig nicht ernst genommen und heruntergespielt. Oftmals lässt sich dies gut an Kommentaren erkennen, wie: der Lack ist ab oder ich werde älter etc.

Wo ist der Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und dem allgemeinen psychischen Befinden?

Wenn die Psyche in einer allgemein guten Verfassung ist, ist die unbewusste Fähigkeit einzuschlafen und wieder aufzuwachen von ganz alleine vorhanden und ungestört. Niemand weiß, was genau in dem Moment beim Einschlafen oder Aufwachen passiert. Sowohl das Einschlafen als auch das Aufwachen sind eine unbewusste Fähigkeit, welche beim Vorliegen einer gesunden psychischen Verfassung einwandfrei funktioniert. 

Oder wer ist schon vielen Menschen begegnet, die über Schlafstörungen geklagt haben, während sie sich rund um wohl fühlten und psychisch in einer gesunden Balance waren? 

Das Einzige wofür zu sorgen ist, um ungestört einzuschlafen, ist körperliche Entspannung. Manche lesen dazu ein Buch, manche meditieren, manche schauen dazu fern und viele tun auch gar nichts und können direkt körperlich entspannen, um wie gewünscht einzuschlafen. Alles Weitere übernimmt das Unbewusste und wer das Unbewusste dabei beobachten will, was es in dem Moment des Einschlafens macht, wird wahrscheinlich nicht, wie zum Einschlafen erforderlich, entspannen und eine schlaflose Nacht erleben.


Nach dem Ausschluss von körperlichen Ursachen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, sollte im Coaching bei dem Thema Schlafstörungen der Blick über den Tellerrand ein Standardhandgriff sein. Denn in den meisten Fällen findet sich dort das Problem für das Problem.

Wie kann der unbewusste Vorgang des Einschlafens positiv beeinflusst werden?


Für das Einschlafen ist körperliche Entspannung der Schlüssel zum Glück, damit sich der Vorgang einzuschlafen unbewusst ereignen kann. Im Hypnocoaching gibt es viele Techniken, mit denen die erforderliche körperliche Entspannung schnell erreicht werden kann, zum Beispiel die autosuggestive Hypnose, bekannt als autogenes Training, oder der Körperscan. Der Körperscan ist in seiner allgemeinen Bekanntheit den meisten Menschen noch nicht so bekannt wie das autogene Training.

Wie funktioniert der Körperscan?

Bei dieser Technik wird die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet, wodurch die Wahrnehmung der Außenwelt hintergründig wird und sich in kurzer Zeit eine leichte Trance entwickelt. Zu Beginn wird die innere Wahrnehmung an die Stirn gelenkt und mit der dortigen Aufmerksamkeit dafür gesorgt, dass die ganze Stirn völlig entspannt. Danach wird in gleicher Weise im gesamten Gesicht fortgefahren, ebenso an der Kopfhaut, im Nacken und an den Schultern, rechts und links an der Wirbelsäule entlang usw., bis der gesamte Körper "abgescant" und in einem völlig entspannten Zustand ist. Als Körperlage ist am besten die Rückenlage geeignet, während die Arme und Beine frei neben dem Körper liegen.

Wer mag, kann es einfach mal ausprobieren.

Viel Spaß!