Was ermöglicht Selbsthypnose?


Selbsthypnose wird typischer Weise in Entspannung durchgeführt und Entspannung hat in den meisten Fällen einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden 
– In der Ruhe liegt die Kraft sozusagen.


Schon dieser Aspekt empfiehlt, sich mit Selbsthypnose näher zu beschäftigen.
 Im Zustand der Selbsthypnose besteht ein guter Zugang zum Unterbewusstsein und im Unterbewusstsein sind unsere Vorstellungen von uns selbst und vom Leben verankert – man könnte auch sagen, das Selbst- und Weltbild.

Unsere Vorstellungen oder das, was wir von uns selbst und der Welt glauben, entwickeln sich ein Leben lang. Die Erfahrungen aus unserer Kindheit bis ins Erwachsenenalter sind dabei die prägenden Komponenten. Unsere Gefühle und unser Verhalten werden von den genannten Vorstellungen in uns maßgeblich bestimmt. D.h. gewünschtes und oftmals auch unerwünschtes Verhalten ist die Folge von dem, was wir unterbewusst glauben und den daraus resultierenden Gefühlen. In Entspannung lässt sich unser Unterbewusstsein über gezielte Suggestionen und Visualisierungen gut beeinflussen. Darüber gelingt es oft, die unterbewussten Vorstellungen mit den bewussten Wünschen in Einklang zu bringen. In der Fachsprache wird dies als Synchronisation bezeichnet. 

Manchmal werden die unterbewussten Vorstellungen kaum beachtet und irgendwie ist es zur Lebensaufgabe oder auch ein täglichen Kampf geworden, die daraus resultierenden Gefühle zu unterdrücken, um sich wunschgemäß zu verhalten.
 Meist ist dieses kompensatorische Vorgehen eher unbefriedigend und Frust ein täglicher Begleiter. 
In diesen Fällen kann Selbsthypnose ein gutes Instrument zur Synchronisation des Willens mit Gefühlen und Verhalten sein.


Interessant ist, wie kraftvoll Selbsthypnose wirken kann. Z.B. ist eine lindernde Wirkung von Autogenem Training auf die Symptomatik von Neurodermitis nachgewiesen und wie die Psyche beim Autogenen Training beeinflusst wird, ist durchaus mit Selbsthypnose vergleichbar. Nicht alle Themen sind zur positiven Veränderung mit der Methode der Selbsthypnose geeignet. Bei welchen Themen Selbsthypnose ein gutes Mittel ist, lässt sich mit angemessen ausgebildeten Anleitern für Selbsthypnose leicht klären.

Ein hypnotischer Zustand wie er in Selbsthypnose genutzt wird, lässt sich auf unterschiedliche Weise herbeiführen. Über autogenes Training beispielsweise, ist es gut möglich in einen solchen Zustand hineinzufinden. In Ausbildungen zur Selbsthypnose wird häufig der Einsatz eines Codes geschult. Um ein Code zu installieren wird ein tiefer Trancezustand vom Ausbildungsleiter induziert und in diesem zeitlich passend und prägnant der Code gesetzt. Im Anschluss ist es für die Teilnehmer dann möglich, über den Code und einige Vertiefungsformeln, sich schnell wieder in diesen Zustand zu versetzen und diesen für ihre Themenarbeit zu nutzen.

Es gibt kein Rezept für alles – Selbsthypnose, wohl eines der Guten!