Aversionshypnose

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Begriff Definition
Aversionshypnose

Unter einer Aversionshypnose versteht man die Nutzung von Trance, um z.B. einen Ekel oder einen Widerwillen in Bezug auf einen bestimmten Auslöser zu installieren. Beispiel: In der Raucherentwöhnung wird das Rauchen einer Zigarette mit einem Gefühl von Unlust oder Übelkeit verbunden. In vielen Fällen gilt der Einsatz von Aversion als überholt und wird (bis auf wenige Spezialfälle) kaum noch empfohlen.

Geschichte der Aversionshypnose

Gerade in der älteren Hypnoseliteratur findet man noch sehr viele Beispiele für den Einsatz für die Verwendung von Aversionshypnose. Zudem scheint die Aversionshypnose gerade für Laien, die sich noch nicht näher mit der modernen Hypnosetherapie beschäftigt haben, fälschlicherweise ein korrektes Bild der Hypnose darzustellen.

Sicherlich mag dies zu einem großen Teil in dem Umstand begründet liegen, dass der aversive Einsatz von Hypnose ein sehr dominantes Bild abgibt – was gerade in früheren, älteren Anwendungen von Hypose als sehr attraktiv und auch gewollt galt.  So hat man zum Beispiel in der hypnotischen Raucherentwöhnung sehr häufig damit gearbeitet, dass mit dem Rauchen einer Zigarette das Gefühl von Übelkeit gekoppelt wurde – in der Hoffnung, dass der Raucher somit das Rauchen aufhören würde. Gerade einem solchen Einsatz steht man allerdings heutzutage sehr kritisch gegenüber. Die moderne Hypnose verfolgt den Ansatz, dass der Klient dann von einer hypnotischen Anwendung profitiert, wenn man innere sowie äußere Wahlmöglichkeiten erweitert (ein Zuwachs an Flexibilität im Denken, Fühlen und Handeln). Die Aversionshypnose verfolgt hingegen einen völlig konträren Ansatz, und versucht, eine Wahlmöglichkeit zu nehmen. Dies mag zwar in Einzelfällen funktionieren, gewährleistet jedoch in den allermeisten Fällen kein allzu langfristiges Ergebnis. Um das Beispiel mit der Raucherentwöhnung noch einmal aufzugreifen: die meisten Raucher haben das Gefühl von Ekel und Widerwillen schon einmal erlebt, und zwar als sie mit dem Rauchen begonnen haben. Die ersten Zigaretten schmeckten in fast allen Fällen recht fürchterlich. Warum also sollte der Raucher dieses Gefühl von Ekel und Widerwillen nicht noch einmal erfolgreich überwinden, wenn er es vor Jahren schon einmal geschafft hat? Aus diesem Grund erlebt man bei der Aversionshypnose in vielen Fällen nur ein sehr kurzfristigen Effekt, der jedoch auf einen längeren Zeitraum hin betrachtet verpufft – was diese Anwendung der Hypnose in der Regel also als nicht sehr empfehlenswert erscheinen lässt.

Autor - Olf Stoiber
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Synonyme: Aversions-Hypnose,Aversionssugesstion,Aversions-Suggestion

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