Checkliste: So finden Sie einen seriösen Hypnotiseur

In Deutschland existieren keinerlei Vorschriften, die das Führen einer Praxis, eines Instituts oder einer Ausbildungsstätte für Hypnose reglementieren würden. Jeder kann und darf Hypnose in Einzel- oder Gruppensitzungen anbieten und zudem ausbilden, ganz gleich, ob die hierfür benötigten Qualifikationen vorhanden sind oder nicht.

Hier ist der Kunde in der Pflicht: Der Anbieter sollte genau auf seine Qualifikationen und seinen Werdegang befragt werden. Viele Hypnotiseure gehen bereits nach einer 1- oder 2-tägigen Ausbildung in die eigene Praxis; auch, wenn hier bereits Grundwissen an Hypnose vorhanden ist, fehlt häufig das dringend benötigte Knowhow, um Menschen bei ihren ganz persönlichen Veränderungsprozessen zu begleiten.

Die folgende Check-Liste gibt Ihnen einige Orientierungspunkte, die Ihnen bei der Auswahl möglicherweise gute Dienste leisten wird:

Hypnose - Seriös und anerkannt?

  1. Welche Ausbildung hat der Hypnotiseur?
    Viele Hypnotiseure kommen ursprünglich aus Heilberufen, wie z.B. der Humanmedizin (Ärzte), der Psychotherapie (psychologischer Psychotherapeut) oder der Naturheilkunde (Heilpraktiker). Einige Hypnotiseure sind auch Quereinsteiger und kommen oftmals aus helfenden, sozialen Berufen oder der Kommunikation. Da Hypnose mittlerweile eine eigene Behandlungsform darstellen, spielt der Hintergrund eines Hypnotiseurs keine große Rolle mehr. Viel wichtiger ist oftmals seine Qualifikation als Hypnotiseur: Welche Ausbildung hat er absolviert, welche Inhalte gelernt, und: Beherrscht er noch andere Verfahren neben klassischer Hypnose?

  2. Über welchen Erfahrungsschatz verfügt der Hypnotiseur?
    Zwanzig Jahre Berufserfahrung muss nicht unbedingt für Qualität bürgen - man kann auch 20 Jahre lang alles falsch machen und nichts dazu lernen. Stellen Sie sich selbst die Frage, wie viel Erfahrung Ihr Therapeut haben muss. Vielleicht ist Ihnen einen verständnisvoller, älterer und ruhiger Therapeut lieber, vielleicht möchten Sie die Hypnose lieber bei einer jungen und hochmotivierten Hypnotiseurin erleben. Die Geschmäcker sind verschieden - hören Sie hier auf Ihr Gefühl.

  3. Mann oder Frau?
    Für viele Menschen spielt es keine Rolle, ob ihr Coach oder Therapeut männlich oder weiblich ist. Für andere schon. Gehen Sie hier nach Ihrem Bauchgefühl, auf das Sie durchaus hören sollten.

  4. Supervision
    Supervision bedeutet, dass ein Therapeut oder Coach sich regelmäßig mit seinem Ausbilder oder Supervisor kurzschließt um sicher zu stellen, dass man optimal Arbeitsfähig ist und seinen Klienten ein Maximum an Leistung und Qualität bieten kann. Welche Form von Supervision nimmt Ihr Hypnotiseur in Anspruch?

  5. Heilerlaubnis
    Ängste und weitere Symptome, die eine heilkundliche Zulassung erfordern, werden oftmals unter dem Deckmantel der "Gesundheitsförderung" illegal behandelt. Hier setzen Sie sich selbst und Ihrer Gesundheit einem großen Risiko aus. Klären Sie also im Vorfeld unbedingt ab, ob Ihr Hypnotiseur tatsächlich heilen darf, wenn es um Heilung oder Linderung geht. Eine Heilerlaubnis ist nicht nötig, wenn es um Coaching und Anwendungsbereiche außerhalb der klassischen Heilkunde geht.

Nutzen Sie Ihre Eigenverantwortung und hören Sie ruhig auch auf Ihr Bauchgefühl: Alle Urkunden und alles Fachwissen der Welt helfen nichts, wenn Sie sich nicht gut aufgehoben fühlen.

Sicherheit durch Hypnose beim Fachmann: Wofür DVH-Mitglieder bürgen.

Wenn Sie kein Risikospiel schätzen und gleich auf Nummer Sicher gehen wollen: Nutzen Sie doch die Hypnose bei einem der vielen hundert Mitglieder des Deutschen Verbands für Hypnose e.V. (DVH)! Für Sie hat das folgende Vorteile:

  • Hohe ethische Maßstäbe: Verbindlicher Ethikkodex.
    DVH-Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung unseres Ethik-Kodex. Somit kommen Sie nicht nur in den Vorzug einer fachlich korrekten, sondern auch einer ethisch einwandfreien Behandlung, bei der so wichtige Dinge wie z.B. die Schweigepflicht verbindlich eingehalten werden müssen. Ohne Wenn und Aber!

  • Eine einwandfreie, fachgerechte Behandlung.
    DVH-Mitglieder sind angehalten, ausschließlich im Rahmen ihrer fachlichen und auch rechtlichen Kompetenz zu agieren. Unsere Mitglieder dürfen keine "verdeckten" Heilbehandlungen durchführen, wenn ihnen hierzu die rechtliche Legitimation (in Form einer Heilerlaubnis fehlt). Sie dürfen ausschließlich dann tätig werden, wenn sie für die vorgesehene Aufgabe auch passend qualifiziert sind. 

  • Ehrlichkeit & Ehrbarkeit.
    Dem guten Anstand halber: Unsere Mitglieder sind verpflichtet, ehrliche Aussagen über ihre eigenen Qualifikationen und ihren eigenen Werdegang zu treffen. Dazu gehören unter anderem absolvierte Ausbildungen und Berufserfahrung. 

  • Anti-Sekten-Sicherheit.
    Der gekonnte Einsatz von Hypnose soll zu mehr persönlicher Freiheit führen - im Denken, im Fühlen und im Handeln. Das funktioniert natürlich nur, wenn der behandelnde Hypnotiseur frei von den Einflüssen von Sekten oder sonstwie dogmatisch agierender Gruppen agieren kann. Die Mitglieder des Deutschen Verbands für Hypnose e.V. (DVH) distanzieren sich durch ihre Bestätigung des Ethikkodex aktiv von allen Sekten und sektenartigen Strukturen. 

  • Verbandseigene Prüf- und Schlichtungsstelle.
    Der Verband hat eine eigene Prüf- und Schlichtungsstelle, dem die Mitglieder gegenüber - im wirklich selten Fall der Fälle - Rechenschaft ablegen müssen. Sollte ein Mitglied gegen die Verbandssatzung, den Ethikkodex oder die o.g. Punkte verstoßen haben, droht sofortiger Verbandsausschluss. Dies garantiert den Klienten ein Höchstmaß an Sicherheit, da sie - im Gegensatz zu Hypnotiseuren, die nicht in einem Berufsverband organisiert sind - stets einen kompetenten und handlungsfähigen Ansprechpartner haben.

Der Deutschen Verband für Hypnose e.V. (DVH) hat viele hundert Hypnotiseure in ganz Deutschland - und auch im Ausland. Einige Kollegen finden Sie gleich Online hier: Hypnotiseur finden . Oder rufen Sie das Verbandsbüro an unter: 089-444 569 44 .